In der Heftenummer 107 haben wir uns eingehend mit den neurechten Verstrickungen des Saarbrücker Germanisten und ehemaligen Archivleiters Günter Scholdt beschäftigt. Einigen passte das gar nicht. Wir bekamen wütende Leserbriefe, in denen von „ehrabschneidender“ Kritik die Rede war. Und sogar ein bekannter saarländischer Literat kam seinerzeit unangemeldet in unsere Redaktion, um für den „verdienten Archivleiter“ Partei zu ergreifen. So verkehrt könne Scholdt doch nicht sein, meinte der, und wollte das alles nicht so recht glauben. Wer nach unserer Veröffentlichung noch Zweifel an der politischen Haltung Scholdts hatte, konnte sich in den vergangenen Jahren jedoch seine eigene Meinung bilden: Scholdt war weiterhin als Referent für das neurechte „Institut für Staatspolitik“ aktiv und ließ sich als Redner auch gerne von NPD-Verharmloser Björn Höcke von der Ultrarechts-Fraktion der AfD nach Thüringen einladen.

Zudem war Scholdt auch publizistisch weiter umtriebig. Unter anderem veröffentlichte er im Jahr 2013 mit „Vergesst Broder!“ eine weitere Schmähschrift. Nicholas Williams – Historiker an der UdS und Mitarbeiter beim DFG-Forschungsprojekt „Evakuierung im deutsch-französischen Grenzraum“ – beschäftigt sich im folgenden Artikel eingehend mit diesem Büchlein. Dass Williams' Besprechung bei uns erscheint, war nicht geplant. Geschrieben hat der Autor seinen Text ursprünglich für die Zeitschrift saargeschichten. Doch die wollten ihn nicht. Der Artikel passe nicht so recht ins Konzept, „zu speziell“ und „zu komplex“ sei er und auch für ein breites Publikum nicht wirklich geeignet. – Aha. Nun, die Saarbrücker Hefte jedenfalls hegen keinerlei Zweifel an der Kompetenz ihrer Leserinnen und Leser und veröffentlichen den Artikel gerne. Auch weil Scholdt just diese Woche, am 28. Mai,  in Saarbrücken auftreten soll, im Rahmen der Ringvorlesung „Die politischen Entscheidungsjahre 1815, 1935 und 1955 an der Saar“.

(JB/Red.)

Ein Archivar auf Abwegen

Der saarländische Germanist Günter Scholdt hat ein antisemitisches Traktat verfasst

Von Nicholas Williams

Es ist selten, dass sich die Geschichtswissenschaft der Pamphlete vom rechten Rand annimmt. Zum einen gibt es eine Vielzahl spannender und lohnender Themen, denen sich unsere Zunft widmen soll und will, zum anderen besteht die Gefahr, dass obskure und gesellschaftlich unbedeutende Autoren unnötig aufgewertet werden, wenn sie die Aufmerksamkeit seriöser Forschung erhalten. Handelt es sich bei einem solchen Autor allerdings um einen regional bekannten ehemaligen Archivleiter und Professor, verhält sich die Sache etwas anders, und die Relevanz dieses Beitrags ergibt sich nicht zuletzt aus Günter Scholdts Thesen zur saarländischen Geschichte, aber auch zum Antisemitismus. Auch in Scholdts wissenschaftlichen Arbeiten finden sich, wie hier dargelegt wird, bereits problematische Thesen, die einen Verdacht wecken, der durch seine jüngsten Pamphlete zur Gewissheit wird.

 

Günter Scholdt – Einsatz für die Heimatliteratur

 

Günter Scholdt arbeitete nach dem Studium in Saarbrücken an diversen Schulen. 1976 wurde er mit einer Arbeit über den Schriftsteller Norbert Jacques promoviert. 16 Jahre später habilitierte er sich mit einer teils gefeierten, teils aber auch kontrovers diskutierten Studie über das Hitlerbild deutscher Autoren, ehe er 1998 den Professorentitel erhielt. Von 1996 bis 2011 war Scholdt Leiter des Literaturarchivs Saar-Lor-Lux-Elsass.1 Sein Werk aus dieser Zeit lässt bisweilen konservative Überzeugungen erkennen, was zunächst weder problematisch noch überhaupt groß bemerkenswert wäre, ebenso wenig wie die liberale oder sozialdemokratische Grundhaltung anderer Wissenschaftler. Trotzdem beschlich Burkhard Jellonnek seinerzeit ein „seltsamer Verdacht“ hinsichtlich einer Tendenz,2 die in der Folge immer offener zutage treten sollte. Zunächst waren jedoch die Themenstellungen in dieser Phase von Scholdts Schaffen durchaus vielfältig und reichten – um nur eine sehr kleine Auswahl zu nennen – von Schriften über Alfred Gulden und Norbert Jacques bis hin zur Sozialdemokratin Adrienne Thomas und zum Kommunisten Gustav Regler.

Problematische Thesen und methodische Lücken: Die Verhandlung des Abstimmungskampfes 1955

 

2001 widmete sich Scholdt nun der Haltung der Schriftsteller in der zweiten Saarabstimmung 1955. Hier tritt ein eigenwilliges Geschichtsbild zutage, denn Jellonneks Beobachtung, dass Scholdt bereits in der Vergangenheit in der Frage der Exilautoren Ursache und Wirkung verwechselt habe, wiederholt sich in diesem Aufsatz in veränderter Form. So macht er dem Hoffmann-Lager den Vorwurf, dass sich ehemalige Nationalsozialisten ganz gut beim „Dicken“ eingerichtet hätten, und nennt die Namen Alois (sic!) Masloh, Leo Lorscheider und Heinrich Welsch.3 Beispielhaft sei auf den Letztgenannten verwiesen: Der ehemalige Leiter der Gestapo in Trier mag nicht der Widerständler gewesen sein, als der er sich später ausgab. Anders, als Scholdt glauben lässt, war dessen Position jedoch gar nicht eindeutig im Hoffmann-Lager zu verorten: Welsch hielt sich während des Abstimmungskampfes Kontakte in beide Richtungen hin offen und löste schließlich Hoffmann als Ministerpräsidenten ab.4 Man könnte dies Opportunismus nennen, der ihm auch das politische Überleben nach dem Ende des „Dritten Reiches“ ermöglichte.

 

Auch könnte man über diese Ungenauigkeit hinwegsehen, wenn Scholdt sie nicht zur Basis eines politischen Vorwurfs gemacht hätte. Laut Scholdt instrumentalisierte das Hoffmann’sche Lager den Vorwurf der NS-Vergangenheit an die Opposition zu deren Delegitimation (und damit zur eigenen Legitimation), während die eigenen Reihen mit Belasteten durchsetzt gewesen seien. Da besteht ein logischer Widerspruch, denn an anderer Stelle im selben Beitrag schreibt er: „Die pauschale und durchgängig disqualifizierende Identifikation der Nein-Sager mit Tendenzen des Dritten Reiches bzw. einem kriegerischen Hasardeurkurs gehört zu den gröbsten politischen Fouls dieses Wahlkampfs und erweist sich als frühe Praktik einer bis heute gängig gebliebenen, äußerst problematischen Instrumentalisierung des NS-Vorwurfs.“5 Gegenüber Hoffmann und seiner Regierung erhebt Scholdt also den NS-Vorwurf, auch gegen solche, die mit Hoffmann nur bedingt in Verbindung zu bringen sind. Machte Hoffmann aber denselben Vorwurf, mit mindestens ebenso großer Tatsachengrundlage, an die Opposition, so ist dies laut Scholdt ein „politisches Foul“, eine Instrumentalisierung der NS-Vergangenheit. Man kann sich des Verdachts nicht erwehren, dass politische Sympathien Scholdts Bewertung beeinflussen, und selbst dies wäre möglicherweise noch hinnehmbar, wenn er diese kenntlich machen (eben im Popper’schen Sinne: für andere nachvollziehbar) machen würde.

 

Scholdt wiederholt althergebrachte Klischees über die Regierung Hoffmann und verwechselt diese – selbst bei freundlicher Interpretation – mit der Völkerbundverwaltung vor 1935. So bezeichnet er die Regierung Hoffmann als „autoritäre Erziehungsdiktatur“, gegen die sich „mit Recht der Volkszorn richtete“. Er setzt den Begriff des „Volkszorns“ nicht in Anführungszeichen – wohl jener „seltsame Zungenschlag“, den ihm Jellonnek attestierte. Den Begriff „autoritäre Erziehungsdiktatur“ hingegen setzt er in Anführungszeichen, allerdings nicht, um sich davon zu distanzieren, sondern um ihn als zitierten Begriff zu kennzeichnen, den er für eine treffende Charakterisierung der Regierung Hoffmann hält. Der Begriff „autoritäre Erziehungsdiktatur“ ist ein Kampfbegriff, keine historische Beschreibung oder Analyse, denn eine Diktatur ist ihrem Wesen nach autoritär. Diese Dopplung hat daher keinen Sinn. Der Begriff „Erziehungsdiktatur“ hingegen wird für gewöhnlich mit kommunistischen Diktaturen wie der ehemaligen DDR in Verbindung gebracht, und eignet sich daher ebenfalls denkbar schlecht für eine Beschreibung der Regierung Hoffmann. Was auch immer deren Verfehlungen waren, der Kommunismus gehörte nicht dazu. Auch nennt Scholdt keine Gründe dafür, dass er diesen ideologisierten Begriff vorzieht und die Tatsache außer Acht lässt, dass auch die Bundesrepublik unter Adenauer in einigen Bereichen durchaus autoritäre Züge hatte.6

 

Stattdessen schreibt Scholdt zur Kritik an dem Begriff in Anmerkung 65 etwas lapidar, dass sie „mich nicht überzeugt.“7 Wissenschaftliches Arbeiten, und so auch in der Frage, wie Scholdt die Regierung Hoffmann bewertet, ist aber keine reine Sache der Überzeugungen. Wer wissenschaftlich oder zumindest akademisch belegen will, muss auch Belege liefern, wenn er eine so starke Wertung vornimmt. Karl Popper postulierte daher, dass Argumente „intersubjektiv nachvollziehbar“ sein müssen, das heißt, Belege und Quellen müssen genannt sein, nicht, damit der Leser sie teilen, aber doch nachzuvollziehen kann. Verschweigt Scholdt also dem Leser seine Gründe, warum er einen ideologisch aufgeladenen Begriff bevorzugt, und lässt er dabei unterschwellig politische Überzeugungen einfließen, so ist die Argumentation unlauter. Überhaupt könnte man den Eindruck gewinnen, Scholdt lasse sich gelegentlich nur allzu sehr von seinen Emotionen leiten, denn er wirft mit Vorwürfen und Beleidigungen um sich8 und dem Gegner die Verweigerung einer Debatte vor, deren semantische Parameter zu bestimmen er sich selbst vorbehält. Le débat, c’est moi.

Antisemitische Ausfälle

 

Noch eindeutiger wird Scholdt in seinen jüngeren Schriften, die nicht in einem wissenschaftlichen Zusammenhang entstanden, sondern im Antaios-Verlag erschienen sind, einem Verlag der Neuen Rechten, jener Strömung, die eine ideologische Scharnierfunktion zwischen Konservatismus und Rechtsradikalismus einnimmt. Scholdts Buch „Das konservative Prinzip“, im besagten Verlag erschienen, lieferte denn auch den Anlass für eine grundlegende Recherche von Julian Bernstein (Saarbrücker Hefte), die Jellonneks schlimmste Befürchtungen bestätigte.9 Auf diesen Beitrag reagierte Scholdt entsprechend dünnhäutig, zumindest lässt die Replik auf seiner Homepage dies glauben. Da er jedoch inhaltlich auf die geäußerte Kritik kaum einging, sei der/dem LeserIn hier selbst die Nachverfolgung der Debatte empfohlen, auf dass sie oder er sich ein eigenes Bild mache.

 

Doch nicht nur „Das Konservative Prinzip“, sondern auch Scholdts Schmähschrift „Vergesst Broder. Sind wir immer noch Antisemiten?“ ist in vielerlei Hinsicht eine Selbstentlarvung. Scholdt wendet sich gegen den Journalisten und Buchautor Henryk M. Broder, der im „Spiegel“, dem „Berliner Tagesspiegel“ sowie in der „Welt“ unter anderem Beiträge zum deutsch-israelischen Verhältnis, zum jüdischen Leben in Deutschland sowie zum Antisemitismus verfasst. Nun teilt Broder selbst durchaus gerne aus; seinen privaten Blog, auf dem er sich mit Gegnern auseinandersetzt, nennt er „Sparring-Arena“. Trotzdem ist Scholdts Traktat mehr als nur eine Kritik an Broder, es ist eine 93-seitige Ablehnung des Judentums.10 Grob gesprochen gründet der Antisemitismus in diesem Büchlein auf mindestens vier Pfeilern.

 

Erstens spricht Scholdt Juden in Deutschland eine Teilnahme an der politischen Debatte ab, zumindest in ihrer Rolle als Juden. Juden, so Scholdt, hätten sich im Interesse ihrer eigenen Gesundheit zurückzuhalten. So ermahnt er den Zentralrat der Juden in Deutschland, sich um ein „besseres Image“ zu bemühen, sonst drohe es, „stürmischer“ zu werden (S. 92) – man könnte dies als Drohung verstehen. Auch sind ihm politisch engagierte Juden, insbesondere politisch engagierte jüdische Literaten, suspekt (S. 75); übten Juden Kritik, so wie Broder, hätten sie sich Ausgrenzung selbst zuzuschreiben (S. 82). Scholdt, der sich selbst die Meinungsfreiheit auf die Fahnen schreibt, fordert nichts anderes, als dass seine Gegner schweigen sollen, vor allem dann, wenn sie Juden sind. Scholdt versucht damit, die Uhren auf die Zeit vor 1871 und der Judenemanzipation zurückzudrehen.

 

Zweitens beschwert sich Scholdt darüber, dass der Holocaust (ich bevorzuge den Begriff Schoah, der übersetzt „Katastrophe“ bedeutet) vermeintlich ständig thematisiert würde, dass es sich um eine fortlaufende und dauerhafte Präsentation der Schande handele, die wirtschaftlichen und politischen Interessen diene – er erfand in diesem Zusammenhang gar den Begriff „Holocaust-Dienstleistungsbranche“ (S. 12). Ein Beleg für diese Behauptung bleibt aus. Nun handelt es sich hierbei in der Tat um eine Haltung, mit der Scholdt nicht allein dasteht. Die „Schlussstrichmentalität“, die er auf S. 93 gar Nahum Goldmann unterstellt, dem Vorsitzenden des Jüdischen Weltkongresses, machte bereits kurz nach Kriegsende die Runden, und sie hat mit Goldmann nichts zu tun.11 Nicht jeder teilte diesen Umgang mit der deutschen Vergangenheit. Peter Reichel zeichnet die Debatten in den 50er Jahren nach, als Adenauer begann, das Gespräch mit der israelischen Regierung über Wiedergutmachung zu suchen, die angesichts der geschehenen Verbrechen ohnehin nur symbolischen Charakter haben konnte und in Israel zunächst mit Empörung aufgenommen wurde. Trotzdem lehnte Umfragen zufolge eine Mehrheit der Deutschen auch dieses Unterfangen ab, wenige Jahre nach Kriegsende. Reichel führt diese mangelnde Bereitschaft, in irgendeiner Form Wiedergutmachung zu leisten, auf den latent vorhandenen Antisemitismus zurück – und nennt damit das Kind auch beim Namen.12 Für Scholdt, und das ist die Krux, gibt es überhaupt keine legitime Beschäftigung mit der deutschen Verantwortung, und wenn doch, so soll sie, wenn schon nicht abgestritten, so doch relativiert und mit Vorwürfen an Juden verbunden werden. Diese Form der Verleugnung, der Schuldumkehr, die dazu führt, auf möglichst viele jüdische Verfehlungen hinzuweisen, wird „sekundärer Antisemitismus“ genannt; es handelt sich dabei um Antisemitismus nicht trotz, sondern wegen Auschwitz. Der israelische Psychoanalytiker Zvi Rex brachte es auf den Punkt, als er sagte, dass die Deutschen den Juden Auschwitz nicht verzeihen würden.13 Zumindest auf Scholdt trifft dies wohl zu.

 

Dies leitet über, drittens, zu einer diskursiven Verdrängung. Scholdt behauptet mehrfach, dass es in Deutschland einen linksliberal-grünen Mainstream gebe, der abweichende Meinungen unterdrücke. Dabei macht er als Autor solcher Traktate sowie als regelmäßiger Beiträger zu einem der Hauptorgane der „Neuen Rechten“, der Zeitschrift „Sezession“ (ebenfalls Antaios-Verlag), von einem grundgesetzlich verbrieften Recht (Art. 5, Pressefreiheit) Gebrauch, und findet damit in manchen Kreisen auch Gehör. Dies widerlegt ihn, genügt ihm aber nicht. Scholdt duldet keine Kritik an seinen mitunter aggressiv vorgetragenen Überzeugungen, er beschimpft Gegner, redet bei Widerspruch von „Denunziantentum“ und „Zeloten“, und sieht sich selbst als Opfer. Der dahinterstehende Versuch ist, vermeintliche Realität durch Wiederholung zu konstruieren. Scholdt sucht und findet die gesellschaftlich umkämpfte Opferrolle, die ihm zur moralischen Überlegenheit verhilft, und von der herab er Überzeugungen und Thesen verbreitet, die keiner Belege mehr bedürfen. Diese Methode ist mit der des sekundären Antisemitismus deckungsgleich, sie zieht sich als Konstante durch Scholdts Werk und führt zurück zu jenem „seltsamen Verdacht“, der Jellonnek bereits vor über 20 Jahren beschlich, und der inzwischen zur Gewissheit geworden ist.

Viertens, und auch hier setzen sich die bereits von Jellonnek beobachteten Tendenzen fort, verwechselt Scholdt auch bei seiner Verhandlung des Antisemitismus Ursache und Wirkung. Er sucht die Ursachen für den Antisemitismus nicht bei den Antisemiten, sondern bei den Juden – ein klassisches Grundmuster der antisemitischen Argumentation. So schreibt er auf S. 40: „Gerade aus jüdischem Eigeninteresse scheint mir die Frage relevant, was denn bestimmte Sozialtypen dieser Volksgruppe offenbar länderübergreifend zu identifizierbaren Reizfiguren hat werden lassen.“ Diese Eigenschaften erklären für Scholdt den Antisemitismus, der auch in seinen gewalttätigsten Ausprägungen für ihn einen „rationalen Kern“ beinhaltet – näher kann man, bezogen auf die Schoah, der Geschichtsklitterung diesseits der Holocaust-Leugnung kaum kommen.

 

1 So sein Lebenslauf auf seiner privaten Internetpräsenz, http://www.scholdt.de/wissenschaftlicher-lebenslauf/, Zugang am 14. Mai 2015.

 

2 Burkhard Jellonnek, Doppelrezension zu: Günter Scholdt, Autoren über Hitler. Deutschsprachige Schriftsteller 1919-1945 und ihr Bild vom „Führer“, Bonn: Bouvier, 1993, sowie zu Oliver Rathkolb, Führertreu und gottbegnadet. Künstlereliten im Dritten Reich, Wien: ÖBV, 1991, in: Archiv für Sozialgeschichte 34 (1994), S. 703 – 707.

 

3 Günter Scholdt, Saarländische Autoren zur Volksbefragung 1955, in: Wolfgang Brücher (Hg.), Grenzverschiebungen. Interdisziplinäre Beiträge zu einem zeitlosen Phänomen, St. Ingbert: Röhrig, 2003, S. 261 – 305, hier: S. 292.

 

4 Hans-Christian Herrmann, Sozialer Besitzstand und gescheiterte Sozialpartnerschaft. Sozialpolitik und Gewerkschaften im Saarland 1945 bis 1955, Saarbrücken: Saarbrücker Druckerei und Verlag, 1996, S. 526/526.

 

5 Scholdt, Saarländische Autoren, S. 275.

 

6 Bernd Stöver: Rezension zu: Buchloh, Stephan: „Pervers, jugendgefährdend, staatsfeindlich.“ Zensur in der Ära Adenauer als Spiegel des gesellschaftlichen Klimas. Frankfurt a.M. 2002, in: H-Soz-Kult, 19.12.2002, http://www.hsozkult.de/publicationreview/id/rezbuecher-1589, abgerufen am 20. Mai 2015.

 

7 Ibid., S. 293.

 

8 Es sei auf die Antworten auf seine Gegner unter der Rubrik „Chefsache Meinungsfreiheit“ verwiesen, die Scholdt auf seiner Homepage veröffentlicht. So beschimpft er über den Umweg eines Jünger-Zitats seine Kritiker von den Saarbrücker Heften als „Stinktiere“, vgl. http://www.scholdt.de/chefsache-meinungsfreiheit, abgerufen am 15. Mai 2015.

 

9 Julian Bernstein, Das braune Prinzip, in: Saarbrücker Hefte 107 (2012), S. 16 – 20.

 

10 Günter Scholdt, Vergesst Broder! Sind wir immer noch Antisemiten? Schnellroda: Antaios, 2013.

 

11 Robert Sigel, Die Dachauer Prozesse 1945 – 1948 in der Öffentlichkeit, in: Jörg Osterloh, Clemens Vollnhals (Hg.), NS–Prozesse und deutsche Öffentlichkeit: Besatzungszeit, frühe Bundesrepublik und DDR, Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 2011, S. 131 – 147, hier: S. 147 (Fazit).

 

12 Peter Reichel, Die NS-Gewaltverbrechen in den öffentlichen Debatten der Bundesrepublik. Von den Nürnberger Prozessen zum Holocaust-Mahnmal, in: Ulrich Willems, Demokratie und Politik in der Bundesrepublik 1949–1999, S. 45 – 62, hier: S. 51/52.

 

13 Bundeszentrale für politische Bildung (bpb), Dossier Antisemitismus, Philipp Gessler: Sekundärer Antisemitismus, online auf http://www.bpb.de/politik/extremismus/antisemitismus/37962/sekundaerer-antisemitimus, abgerufen am 16. Mai 2015.